Führungskräfte denken oft viel zu spät an ihre Positionierung – das ist fatal
In der dynamischen Welt der Unternehmensführung kann der Erfolg eines Executives schnell von der richtigen strategischen Positionierung abhängen. Viele Führungskräfte investieren Jahre in ihre fachliche Exzellenz –
sie perfektionieren ihre Fähigkeiten, erweitern ihr Wissen und steigern ihre Leistung. Doch eines übersehen sie oft: ihre strategische Positionierung.
Und das ist fatal.
Denn wenn plötzlich ein Wechsel nötig wird oder eine neue Herausforderung ansteht, stehen viele mit einem schwachen Profil, einer unklaren Value-Story und einem nicht optimal ausgebauten Netzwerk da. Das bedeutet, dass sie in einem Umfeld, das immer kompetitiver wird, weniger Chancen haben, sich zu behaupten. Doch warum passiert das?
1. Gute Performance ersetzt keine Positionierung
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass gute Ergebnisse allein ausreichen, um in der Executive-Welt gesehen und anerkannt zu werden. Viele Führungskräfte glauben, dass sich ihre Erfolge „von selbst herumsprechen“ und sie sich keine Gedanken über ihre Sichtbarkeit machen müssen. In der Praxis sieht es jedoch anders aus: Sichtbarkeit im Executive-Umfeld entsteht nicht automatisch. Sie muss aktiv aufgebaut werden.
Wer sich darauf verlässt, dass seine Leistungen von allein beachtet werden, wird enttäuscht sein. Eine starke, strategische Positionierung muss konsequent gepflegt werden. Die Bedeutung einer klaren, authentischen Personal Brand wächst, je weiter sich die berufliche Karriere entwickelt. Wer sich nicht aktiv und strategisch positioniert, wird im Endeffekt unsichtbar bleiben.
2. Ohne Positionierung fehlt die Richtung
„Wo will ich hin?“ Diese Frage muss jede Führungskraft sich immer wieder stellen – und nicht nur als Reflexion am Ende des Karrierewegs. Wer keine klare Vorstellung davon hat, wohin die Reise geht, wird von anderen als generisch wahrgenommen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wahrnehmung im Markt. Ohne klare Zielsetzung und Positionierung wird man nicht als einzigartiger oder herausragender Leader wahrgenommen – und verliert damit an Schlagkraft gegenüber Headhuntern, Investoren und CEOs.
Positionierung bedeutet jedoch nicht, sich in einer engen Nische einzuschränken. Vielmehr geht es darum, den eigenen Bereich der Expertise klar zu definieren und hervorzuheben, um sich als der „Go-to-Experte“ in diesem Bereich zu etablieren. Wer nicht weiß, wohin er will, wird nie das richtige Ziel erreichen.
3. Krisen erzwingen, was man früher freiwillig hätte aufbauen können
Es gibt bestimmte Momente im Berufsleben, die man nicht vorhersehen kann: Restrukturierungen, politische Verschiebungen, Verkäufe oder der Wechsel von Eigentümern – all diese Szenarien können die berufliche Situation einer Führungskraft auf den Kopf stellen.
Die Realität: Der beste Zeitpunkt, um in eine professionelle Positionierung zu investieren, ist immer vor der Veränderung, nicht während oder nach einer Krise. Wer sich vorher als klar positioniert und sichtbar etabliert hat, ist in Krisenzeiten deutlich besser aufgestellt. Die eigene berufliche Identität ist dann bereits fest verankert – und der Übergang in eine neue Rolle oder eine andere Firma fällt leichter.
Führungskräfte, die sich nie mit ihrer Positionierung auseinandergesetzt haben, laufen Gefahr, dass sie zu spät aktiv werden, wenn sie die Position verlassen oder eine Veränderung notwendig wird. Eine solch späte Reaktion ist jedoch oft nicht mehr ausreichend, um wirklich überzeugend zu wirken.
4. Der Markt belohnt Klarheit, nicht Bescheidenheit
In der Welt der Executives entscheiden letztlich zwei Faktoren: Relevanz und Prägnanz. Relevanz bedeutet, dass man in einem relevanten Bereich des Marktes sichtbar ist – als Experte, als Problemlöser oder als Innovator. Prägnanz bedeutet, dass man klar und fokussiert kommuniziert, was man zu bieten hat. Wer seine eigenen Stärken nicht sichtbar macht, wird schlichtweg nicht berücksichtigt.
Es ist entscheidend, sich nicht in Bescheidenheit zu üben und zu hoffen, dass andere die eigenen Stärken erkennen. Wer sich nicht aktiv positioniert und für seine Leistung sichtbar macht, wird im Wettbewerb um die besten Positionen und Projekte leer ausgehen. Klarheit über die eigene Position und die Fähigkeit, sich prägnant auszudrücken, sind die entscheidenden Hebel für beruflichen Erfolg.
Positionierung ist ein strategisches Führungsinstrument
Meine Erkenntnis aus der Zusammenarbeit mit Führungskräften ist eindeutig: Positionierung ist kein Marketing. Es ist vielmehr ein strategisches Führungsinstrument. Wer Positionierung ernst nimmt, schützt nicht nur seine Karriere, sondern gewinnt Handlungsfreiheit, insbesondere in unsicheren Märkten.
Die klare Definition und Kommunikation der eigenen Werte, Stärken und Karriereziele führt zu einer größeren Sichtbarkeit, einer stärkeren Markenidentität und einem besseren Zugang zu Karrieremöglichkeiten.
Führungskräfte, die in ihre Positionierung investieren, haben einen klaren Vorteil, wenn es darum geht, sich in einem dynamischen Markt durchzusetzen.
Fazit: Wenn Sie sich als Führungskraft langfristig absichern und nicht darauf warten möchten, dass sich Ihre Karrierechancen von selbst entwickeln, dann sollten Sie sich jetzt mit Ihrer Positionierung befassen. Ich unterstütze Sie dabei, Ihre persönliche Marke strategisch zu entwickeln und Ihre Karriere gezielt zu steuern.